Afghanischer Kulturverein Dormagen e.V.
 (AKV-Dormagen)

Die Geschichte zur Gründung des Vereins

Die Beziehungen zwischen Afghanistan und Deutschland blicken auf eine lange gemeinsame Geschichte zurück. Bereits im 19. Jahrhundert bestanden freundschaftliche Kontakte in den Bereichen Bildung, Kultur und Entwicklung. In den vergangenen Jahrzehnten engagierten sich zahlreiche Deutsche in Afghanistan als Fachkräfte, Lehrende und Helfende. Die politische und humanitäre Lage in Afghanistan verschärfte sich insbesondere in den Jahren 2015 und 2021 dramatisch. Viele Menschen mussten ihre Heimat verlassen – aus Angst, Perspektivlosigkeit und auf der Suche nach Sicherheit, Bildung und Zukunftschancen. Diese Entwicklungen verstärkten auch in Deutschland den Bedarf an Unterstützung, Orientierung und gesellschaftlicher Teilhabe.

Heute sind Menschen mit afghanischen Wurzeln ein fester Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens: als Kolleginnen und Kollegen, Nachbarn, Schülerinnen und Schüler, Auszubildende und Eltern. Sie arbeiten, engagieren sich ehrenamtlich, zahlen Steuern und tragen zur Vielfalt und Stärke der demokratischen Gesellschaft bei.

Auch in Dormagen engagierten sich viele Afghaninnen und Afghanen bereits seit Jahren ehrenamtlich in sozialen, kulturellen und bildungsbezogenen Bereichen. Dieses Engagement entstand oft aus eigener Verantwortung und dem Wunsch heraus, geflüchtete Menschen zu unterstützen und sich aktiv am Leben in der Stadt zu beteiligen. Ein großer Teil der Unterstützenden verfügt selbst über einen Fluchthintergrund und bringt persönliche Erfahrungen, Solidarität und Menschlichkeit in die Arbeit ein. Aufgrund der hohen Nachfrage nach Unterstützung war dieses Engagement jedoch häufig informell organisiert und langfristig nicht ausreichend strukturiert.

Vor diesem Hintergrund entstand die Idee, die bestehende ehrenamtliche Arbeit in Dormagen strukturiert, nachhaltig und effizient fortzuführen. Am 30. März 2025, anlässlich des Zuckerfestes (Eid), kamen Afghaninnen und Afghanen aus Dormagen erstmals zusammen, um über die Gründung eines Vereins sowie über gemeinsame Ziele und Zwecke zu sprechen. In einer weiteren Versammlung am 5. April 2025 wurden die Inhalte der Satzung intensiv diskutiert. Am 20. April 2025 fand schließlich eine dritte Versammlung statt, in der die Satzung verabschiedet und die Gründung des Vereins offiziell beschlossen wurde.

Motiviert durch die langjährigen Beziehungen zwischen Afghanistan und Deutschland sowie durch aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen verfolgt der Verein das Ziel, den interkulturellen Dialog zu stärken und das gegenseitige Verständnis zu fördern. Der Verein setzt sich für Demokratie, Integration, Menschenrechte und soziale Teilhabe ein. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Förderung von Bildung sowie auf der Unterstützung von Projekten in Deutschland und in Afghanistan.

Darüber hinaus möchte der Verein ein realistisches und vielfältiges Bild Afghanistans vermitteln und zeigen, dass Afghaninnen und Afghanen aktive, engagierte Mitglieder der Gesellschaft sind, die Verantwortung übernehmen und Brücken zwischen Kulturen bauen.

Struktur

Zweck und Zielsetzung

Unser Kulturverein engagiert sich für die Förderung von Bildung, Kultur, Menschenrechten und sozialer Teilhabe. Ein zentrales Anliegen unserer Arbeit ist die Stärkung der deutsch-afghanischen Beziehungen sowie die Förderung des interkulturellen Dialogs.

Ziel unseres Vereins ist es, das gegenseitige Verständnis zwischen Menschen aus Afghanistan und Deutschland zu vertiefen und nachhaltige Brücken zwischen den Kulturen zu bauen. Durch Begegnungen auf Augenhöhe möchten wir Vorurteile abbauen, Offenheit fördern und den respektvollen Austausch stärken.

Unsere Schwerpunkte

Im Rahmen unserer Vereinsarbeit organisieren und unterstützen wir unter anderem:

  • kulturelle, soziale und bildungsbezogene Veranstaltungen,
  • Unterricht in den Muttersprachen Paschtu und Dari für Kinder,
  • Deutschunterricht für Seniorinnen, Senioren und Jugendliche,
  • Online-Lernkurse für Frauen und Kinder in Afghanistan,
  • den Aufbau eines afghanischen Handwerkszentrums für Frauen.

Darüber hinaus engagieren wir uns in folgenden Bereichen:

  • Beratung und Begleitung afghanischer Jugendlicher zur erfolgreichen Integration,
  • Feier nationaler und religiöser Feiertage der afghanischen Gemeinschaft,
  • humanitäre Hilfe für Bedürftige in Afghanistan,
  • gezielte Unterstützung hilfsbedürftiger Frauen und Kinder in Afghanistan.

Unser Selbstverständnis:

Wir sind überzeugt, dass ein lebendiges und friedliches Zusammenleben auf gegenseitigem Respekt, Offenheit und gemeinsamer Verantwortung basiert. Mit unserer Arbeit leisten wir einen aktiven Beitrag zur Integration, zur Förderung kultureller Vielfalt und zum sozialen Zusammenhalt – insbesondere in unserer Stadt und Region.

 

Zur Mitgliedschaft:

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